17.02.2020

Gemeinsam in die Zukunft!

Was eint unser Land? Was eint die CDU?

In seiner aktuellen Sitzung hat sich der EAK Baden-Württemberg mit dem Auseinanderdriften der Gesellschaft und der Partei beschäftigt. Er sieht es dringend geboten, dass "nach vorne" geblickt wird.

  1. Die Einheit der Christlich Demokratischen Union ist ebenso gefährdet wie die Einheit unserer Gesellschaft, wenn wir nicht auf der Grundlage unserer Verantwortung als Christinnen und Christen konsequent das Verbindende in den Vordergrund stellen. Wir sind die Union, die letzte wirkliche Volkspartei!
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  3. Verbindend und einigend können nur Elemente der Zukunftsorientierung sein. Wir brauchen politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Initiativen, die zeigen, welches Land wir schaffen wollen, nicht nach welchem Land wir uns zurücksehnen. Intelligenter Konservatismus hat immer schon genau das getan: die Flamme am Leben erhalten und nicht die Asche aufbewahrt.
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  5. Die CDU ist die Partei der Macher, nicht der Schwätzer. Wir stehen für Realismus und für Pragmatismus. Die Union war nie in erster Linie Programmpartei und sollte das auch nicht werden. So begrüßenswert die Neufassung und Aktualisierung unseres Grundsatzprogramms ist – für unseren politischen Erfolg und unseren Beitrag zur Einheit sind die Richtlinien für praktische Politik entscheidend. Wir sehen und gestalten das Machbare. Die Potenziale des Nicht-Ideologischen zu nutzen und dennoch den Wertekompass nicht zu verlieren, das ist unsere Aufgabe, in der Gesamtpartei und ganz besonders im EAK.
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  7. Wir stehen ein für die positive Prägekraft des christlichen Glaubens, einen christlichen Humanismus und eine christliche Kultur. Diese Kultur, besonders wo sie sich in Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ausdrückt, umfasst auch Bereiche, die nicht direkt glaubensbezogen sind. In den Genuss der Vorteile dieser Kultur sollen ausdrücklich auch gerade Nichtchristen kommen. Sie werden nicht ausgegrenzt, sondern es wird ihnen ein Angebot des Zusammenlebens gemacht. Das unterscheidet uns von anti-bürgerlichen und antichristlichen Gruppierungen, die eine ausgrenzende und herabsetzende Politik betreiben.
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  9. Um Volkspartei zu bleiben müssen wir immer wieder zeigen, wie Werte in der Vergangenheit gewirkt haben, in der Gegenwart wirken und in der Zukunft wirken müssen. Niemand in der Partei kann für sich exklusiv in Anspruch nehmen, Werte zu vertreten – alle stehen aber in der Verantwortung zu zeigen, welche Werte wir meinen und wie diese zur Einheit der Partei und unseres Landes beitragen, weil sie Zusammenleben und Zukunftsfähigkeit ermöglichen.

Am 17.02.2020 vom Landesvorstand des EAK Baden-Württemberg verabschiedet.

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